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  Die Ferieninsel mit den irreparablen Erholungswerten

 

Stell Dich doch einfach an den Strand, die Beine fest in den Sand gestemmt, die Stirn gegen den rauhen Nordwest, den Blick auf´s Meer gerichtet, atme tief ein, und wenn Du die Luft auch nicht bis zuletzt anhältst, erlebst Du dennoch, wie jede Deiner Zellen ihr inneres Gleichgewicht findet und das Blut leicht beschwingt durch Deine Adern fließt ...,

...WILLKOMMEN                         MENSCH,
die Droge     Wangerooge     
        beginnt zu wirken..!

 

 


  Das Inselbild

12.10.2017

35.000 Kubikmeter
Sandstrand haben Xavier und seine kleinen stürmischen Freunde vom Hauptstrand bereits abgetragen, schätzt unser Inselbürgermeister.

Und eine Bruchkante von über einem Meter Höhe gibt ihm Recht. Dabei stürmte Xavier doch gerade einmal am Anfang der Herbst-und Wintersturmsaison. Erfahrungsgemäß kommen die ganz dicken Brocken erst in den Wintermonaten. Den Sandverlust westlich des Badestrandes hat unser guter Bürgermeister dabei noch nicht einmal mit gerechnet, der wird allerdings auch mit Sicherheit nicht ersetzt werden. Das bleibt Sache natürlicher Sandverwehung und wird, auch dank der gewaltigen Deichbaumaßnahmen im Westteil der Insel, wohl auch die nächsten hunderte Jahre ausbleiben, sofern unsere Insel die industrielle Revolution der Menschheit die nächsten einhundert Jahre überhaupt überleben wird. Pessimistische Zeitgenossen sagen voraus, dass die überzogene Bauhöhe des "Piraten" noch um einige Meter zu gering ausgefallen ist, um in ca. ein- bis zweihundert Jahren noch über dem Wasserspiegel zu liegen. Aber, was soll's, wir leben hier und jetzt und da wird gebaut, was der Beton hält, solange die Zinsen noch weit unter dem niedrigsten Wasserstand liegen und die Gemeinde fast pleite ist. Bürgerwillen hin oder her, wir brauchen dringend noch mehr Hotels, auch wenn die immer wieder daher kommen wie gut getarnte Ferienwohnungsimmobilien. Vertrauen wir aber doch einfach auch weiterhin unseren wohlweisen Entscheidungsträgern, die die Inselbewohner in eine goldene Zukunft führen werden. Fragt sich nur für wen diese goldenen Zeiten anbrechen werden. Für die meisten Inseleinwohner wohl eher nicht, daran wird auch die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans nicht viel ändern, eher im Gegenteil.

Wer im Übrigen meint, der regionale Anteil an den Kosten zur Strandaufschüttung wird ausschließlich von den Kurbeiträgen (seit neuestem GASTbeiträge) der Gäste finanziert, der lässt außer Acht, dass ein guter Anteil an der touristischen Infrastruktur von den einheimischen Wangerooger Inselbetrieben aufgebracht wird. Das vergessen hin und wieder sogar die regionalen Printmedien. Dabei ist das genau so wahr wie die Tatsache, dass nicht die gesamte Insel an das hochgepriesene digitale Netz angeschlossen wurde. Auch da sind die überschwänglichen Hurra-Schreie der örtlichen Printmedien verfrüht, denn wie ich schon seit langem bemängele, der Westen der Insel wird nicht nur von den Entscheidungsträgern kaum beachtet. Auch denen fällt er meist nur dann auf, wenn spektakuläre Ereignisse, wie der "Jahrhundertbau" der Deichschutzmaßnahme einen Schatten vorauswirft und die Administratoren dann ganz plötzlich merken, dass dort auch Beitragszahler wohnen.


Über einen Meter unter Niveau liegt der größte Teil des schönen teuren Sandstrandes vor der meerseitigen Flaniermeile inzwischen.


Nur wenige Strandkörbe kann die Kurverwaltung den Herbstgästen der Insel noch zur Verfügung stellen. Bei dem Schietwedder aber eh nur marginal. Einige Gäste machen das Beste daraus und lassen in der steifen Brise Drachen steigen.


Die ganz Harten lassen sich auch bei Niedrigthemperatur von nichts abschrecken.


Gefährliche Buddelei in der Bruchkante.


  Das Inselbild

26.09.2017

Autofähre zur Insel
bringt LKW mit Baumaterial für die Baustellen am Westdeich

Sie tut sich schwer, die tiefliegende Autofähre Frisia VIII, um sich im Harlesieler Hafen frei zu schwimmen. Jede Menge Sediment wird von den hochgefahrenen Schiffschrauben dabei aufgewirbelt. Was sofort Scharen von Möwen anlockt, die sich mit lautem Geschrei auf die Kleintiere und Muscheln stürzen, die mit an die Wasseroberfläche getrieben werden.

Beladen mit acht schweren LKW will der Kapitän der Frisia VIII der einlaufenden Personenfähre Harlingerland, die in nur wenigen Minuten den Hafen erreichen wird, den Weg zu ihrem angestammten Liegeplatz freimachen. Es ist Zentimeterarbeit um im engen Hafenbecken an der am Kai liegenden Fähre "Wangerooge" vorbei zu rangieren.

Auf der Insel hat die schwerbeladene Autofähre keine Probleme in den Hafen einzufahren. Zügig wird angelegt und im Eiltempo verlassen die LKW das Schiff. Baumaterial für die Schutzdeicherneuerung im Westen unserer Insel und für eine kurze Zeit gibt es einen LKW-Stau im Wangerooger Inselhafen, als sich die "Laster" zur Weiterfahrt sammeln.


Drei Anläufe benötigt die Autofähre Frisia VIII um sich aus dem Schlick des Harlesieler Hafens zu befreien.


Mit einem präzisen Manöver rangiert die Frisa VIII Zentimeter genau an der am Kai liegenden "Wangerooge" vorbei.


Auf der Insel geht es dann Ruck-Zuck. Die Rampe wird heruntergelasasen, zwei Ausgleichsplatten davor gelegt und die acht schwerbeladenen LKW können die Fähre zügig verlassen.


Für einen kurzen Augenblick wird der kleine Wangerooger Inselhafen zur Umladestation für Schwerlaster.


  Das Inselbild

05.10.2016

Herbsturm "Xavier"
trifft mit bis zu 10 Windstärken (90-100 km/h) aus nördlicher Richtung auf die Insel.

Die Nordsee holt sich den Sand wieder, den Saugbagger aus den Fahrinnen vor der Insel (Seeschifffahrtsstrassen) gesaugt haben, damit die Frachter, Containerschiffe und Tanker mit ihren beständig steigenden Tiefgängen den Häfen der Elbe, der Weser und der Küste ordentlich Gebühren für den Umschlag der Güter ins entsprechende Stadtsäckel schütten. Kleine Steuererbringer, wie auch unserer Insel, bleiben dabei auf der Strecke und letztlich auf den meisten Kosten für die Stranderneuerung sitzen.


Hier am Übergang, wo der Asphaltdamm auf die alte Strandmauer trifft, verwirbelt der Nordwind die vom Sturm gepeitschte See.


Stück für Stück holt sich auch hier die See den Sand zurück. Auch eine Folge der immer tieferen Ausbaggerungen der Seeschifffahrtsstrassen vor der Insel.


Das Dorf ist nur noch über das Deckwerk der alten Strandmauer zu erreichen, die über die Zeit Sturm für Sturm freigelegt worden ist.

 






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Wut auf Wangerooge
und Berliner Betongold

Die Folgen der Spekulationswut um Immobilien
Von Günter Beyer
, den gerade AusfluAnja Nehls

Eine Sendung von Deutschlandradio
Länderbericht
vom 23.11.2012

>>>Hier der Bericht


Noch so'n Spruch ...

Die Horizonte der Menschen sind verschieden.
Bei manchen ist das Sichtfeld so eingeengt, dass es sich auf einen einzigen Punkt beschränkt.
Den nennen sie dann Standpunkt."


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